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MitarbeiterIn für die Integration von Kindern und SchülerInnen mit Behinderung

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ZielgruppeAusbildung Mitarebiterin für die Integration
Die Landesfachschule für Sozialberufe bietet eine Ausbildung für Personen an, die in Kindergärten und Schulen Kinder und Schüler/Schülerinnen mit Behinderung begleiten möchten.

Aufnahmebedingungen
Für das Berufsbild MitarbeiterIn für die Integration von Kindern und Schülern/Schülerinnen mit Behinderung gelten zwei Zugangsvoraussetzungen:

  1. Abschluss der Mittelschule und nachfolgender Abschluss einer mindestens 2-jährigen weiterführenden Vollzeitausbildung bzw. Abschluss einer Berufsausbildung sowie in beiden Fällen das Berufbildungsdiplom als SozialbetreuerIn;
  2. die staatliche Abschlussprüfung über eine soziale/pädagogische Ausbildung oder eine gleichwertige höhere Ausbildung im Sozial- oder pädagogischen Bereich.

Zur Erlangung der Berufsqualifikation müssen BewerberInnen, welche eine der beiden Zugangsvoraussetzungen besitzen, die methodisch-didaktische Spezialisierung im ersten Semester des Schuljahres erfolgreich abschließen. BewerberInnen laut Punkt b) absolvieren weiters eine Fachausbildung im heilpädagogischen Bereich.
Für alle BewerberInnen der Ausbildung wird ein Aufnahmegespräch durchgeführt,  in dem die grundsätzliche Eignung und Motivation für diesen Beruf, sowie die Sprachkompetenz, festgestellt werden.

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Anforderungen
Für die Wahl dieses Berufes sind Freude im Umgang mit Menschen, körperliche und seelische Belastbarkeit, ausgeprägtes Einfühlungsvermögen, gute Beobachtungsgabe und Wahrnehmungsfähigkeit, Teamfähigkeit, Interesse an zielorientierter Arbeit, hohes Verantwortungsbewusstsein, Fähigkeit zu selbständiger Arbeit und Recherche, sowie sehr gute sprachliche Kompetenzen notwendig.

Struktur und Verlauf
Die Ausbildung umfasst zwei Spezialisierungslehrgänge und ist in 2 Semester unterteilt.

  • Methodisch didaktische Spezialisierung
  • Fachausbildung Heilpädagogik

Ausgebildete SozialbetreuerInnen, welche eine mindestens 2-jährige weiterführende Vollzeitausbildung oder eine Lehre abgeschlossen haben, besuchen von September bis Ende Januar des Schuljahres die „Methodisch- didaktische Spezialisierung“.
BewerberInnen mit einer staatlichen Abschlussprüfung einer sozialen/pädagogischen Ausbildung oder gleichwertigen Ausbildung im Sozialbereich besuchen sowohl die „Methodisch-didaktische Spezialisierung“ von September bis Ende Januar als auch die „Fachausbildung Heilpädagogik“ von Februar bis Ende Juni. Der Unterricht ist auf ca. 32 Wochenstunden verteilt. Pro Ausbildungssemester ist ein schulbegleitetes Praktikum im Ausmaß von ca. 200 Stunden in Kindergärten oder Schulen vorgesehen.

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Lehrinhalte

 Die „Methodisch-didaktische Spezialisierung“ baut fachliche, sowie kommunikative, soziale und methodische Kompetenzen im Rahmen von 5 Lernfeldern auf:

  • Berufliche Identität entwickeln
  •  Inklusive Pädagogik gestalten
  • Handeln im Rahmen gesellschaftlicher und institutioneller Kontexte
  •  An der Gestaltung von Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsprozessen mitwirken.
  • Heilerziehungspfleg. Prozesse planen, durchführen, dokumentieren und evaluieren

Die „Fachausbildung Heilpädagogik“ vermittelt soziale, pädagogische und pflegerische Grundkenntnisse und Fertigkeiten in den Lernfeldern:

  • Menschen mit Beeinträchtigung/en in ihrer Lebenswelt erkennen und verstehen,
  • Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen im schulischen Alltag begleiten, unterstützen und heilpädagogisch fördern.

Inhaltliche Rahmenbedingungen

 

Arbeitsmöglichkeiten

MitarbeiterInnen für die Integration von Kindern und Schülern/Schülerinnen mit Behinderung arbeiten in Kindergärten, in Grund-, Mittel-, Ober- und berufsbildenden Schulen. Sie werden Kindern und Schülern/Schülerinnen mit Behinderung aufgrund klar vereinbarter Kriterien zugewiesen, insbesondere dann, wenn im Vordergrund pflegerische und rehabilitative Maßnahmen stehen.

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Die Aufgaben

Der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin für die Integration von Kindern und Schülern/Schülerinnen mit Behinderung arbeitet zusammen mit dem Lehrund Erziehungspersonal, aber auch selbständig, den Hinweisen des Individuellen Erziehungsplanes entsprechend im integrativen Kontext von Kindergärten, Grund-, Mittel- und Oberschulen sowie berufsbildenden Schulen mit.
Sie/Er

  • arbeitet mit den Lehrpersonen bzw. den Kindergärtnern und Kindergärtnerinnen unter Berücksichtigung des Individuellen Erziehungsplanes bei didaktischen Maßnahmen und in Situationen zusammen;
  • unterstützt das Kind, den Schüler/die Schülerin mit Beeinträchtigung im praktisch-funktionalen Bereich sowie auf der Beziehungs- und Kommunikationsebene, um die Teilnahme des Kindes/Schülers, der Schülerin an allen Aktivitäten des Kindergartens, der Schule zu gewährleisten
  • fördert die persönliche und soziale Autonomie des Kindes/Schülers, der Schülerin mit Beeinträchtigung
  • beobachtet und dokumentiert die Entwicklung des Kindes/Schülers, der Schülerin in Zusammenarbeit und im Austausch mit den anderen pädagogischen und sanitären Fachkräften;
  • schlägt spezifische Lehr- und Hilfsmittel für den Ankauf vor und passt das didaktische Material an die Bedürfnisse des Kindes und desSchülers/der Schülerin an mit dem Ziel, den Individuellen Erziehungsplan und die Rehabilitationsprogramme zu erfüllen
  • führt gezielte Tätigkeiten mit den Kindern einzeln oder in Gruppen durch
  • verabreicht Arzneimittel
  • entwickelt und vertieft seine/ihre Kenntnisse und beruflichen Kompetenzen.

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Schulort
Bozen

Kosten
Der Besuch der Ausbildung ist kostenlos

Einschreibetermin
01. Februar bis 15. März

Abschluss
Die AbsolventenInnen der Ausbildung erwerben die Berufsqualifikation als MitarbeiterIn für die Integration von Kindern und Schüler/Schülerinnen mit Behinderung

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Einschreibeformular

 Ausbildung zum/zur Mitarbeiter/-in für die Integration