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Qualifizierungslehrgang für Führungskräfte von sozialen Dienstleistungsbetrieben bzw. -bereichen (Mittlere Führungskräfte)

Organisationen als lebendige soziale Systeme sind ihrem Wesen nach komplex und erfordern entsprechende Komplexität in ihrer Steuerung. Überall da, wo mit Menschen gearbeitet wird, entstehen einmalige, nicht vorheersehbare Situationen, denen letztendlich nicht rezepthaft begegnet werden kann. Die Qualität der Arbeit in sozialen Systemen hängt demnach in hohem Maß nicht nur von den Haltungen und Zielen der Führungskräfte ab sondern auch von ihrer Befähigung zu einer dynamischen Sichtweise. Besonders herausgefordert sind hierbei die Mittleren Führungskräfte, die an den Nahtstelle zwischen dem Topmanagement und den an der Basis tätigen MitarbeiterInnen bzw. den BürgerInnen und KundInnen der Sozialdienste stehen. Aufgrund ihrer exponierten Position üben Mittlere Führungskräfte besondere Einfluss-möglichkeiten auf die Lernfähigkeit, Entwicklung, Reflexion von Funktionen, Selbst-verständnisse und Leistungsanforderungen innerhalb ihrer Institution aus. Ihr persönliches Engagement, ihr Umgang mit Zeit, ihre Prioritätensetzung, ihre Haltungen und ihre Akzeptanz sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg oder die Begrenzungen ihrer sozialen Einrichtungen.

Zielgruppen
Der Lehrgang steht für Führungskräfte von sozialen Dienstleistungsbetrieben bzw. von Dienstleistungsbereichen (Mittlere Führungskräfte wie z.B. StrukturleiterInnen, PflegedienstleiterInnen, BereichsleiterInnen, u.a.) in Südtirol offen. Voraussetzung ist, dass sie sich zur vollständigen Teilnahme an allen Veranstaltungen verpflichten und den Aufnahmekriterien für den Lehrgang entsprechen. Zusätzlich dient der Lehrgang als Qualifikationsangebot für InteressentInnen, die sich als Führungskraft im Sozialwesen bewerben möchten. Alle BewerberInnen für den Lehrgang werden zu einem Informationstermin eingeladen, wo die Rahmenstrukturen vermittelt werden und auf ihre Einhaltbarkeit überprüft werden. Die Lehrgangsleitung kann für die Aufnahme in den Lehrgang zusätzlich ein Aufnahmegespräch mit dem/der BewerberIn vorsehen. Folgende Eingangsvoraussetzungen werden für die Zulassung zum Lehrgang vorrangig bewertet: Führungsauftrag, Ausbildung im Sozialbereich, Erfahrung im Sozialbereich, Berufserfahrung, evtl. Auswahlverfahren in Form eines Aufnahmegesprächs.
Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 begrenzt (Mindestzahl 14).

Schwerpunkte
Ausgehend von den Anforderungen an Führungskräfte, welche soziale Dienstleistungbetriebe bzw. Dienstleistungsbereiche leiten, strebt der Lehrgang schwerpunkthaft drei Ziele an: 

  • die Vermittlung von Wissen und Können, das zum Leiten befähigt
  • die Entwicklung der Kommunikations- und Sozialkompetenz
  • das Erkennen und Umgehen mit der Dynamik lebendiger Prozesse

Struktur und Verlauf
Der Qualifizierungslehrgang ist berufsbegleitend in Blöcken organisiert und erstreckt sich über 12 - 14 Monate. Er umfasst 12 - 13 Seminarblöcke, welche jeweils 3 Tage dauern. Die Seminarblöcke werden durch die Peer-group als kleineres gruppales Lernfeld erweitert (30 Stunden). Die Projektarbeit die im eigenen Praxisfeld umgesetzt wird ist wesentlicher Bestandteil des Lehrganges. Im Laufe der Erstellung dieser Projektarbeit ist eine professionelle Einzelberatung vorgesehen.
Zum Abschluss erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat.

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