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Sozialpsychiatrie

Menschen, die psychisch erkrankt sind, sind "bei der Lösung einer altersgemäßen Lebensaufgabe in eine Sackgasse geraten" (Dörner/Plog). Sie brauchen für eine bestimmte Zeit Begleitung und Unterstützung, damit sie ihr Leben wieder selbstbestimmt gestalten können. Unterschiedliche Maßnahmen sind dafür notwendig, die, wenn sie aufeineander abgestimmt und an der Lebenswelt der Betroffenen orientiert sind, eine anhaltende Verbesserung ihrer Situation bewirken.

Diese Zusatzqualifikation vermittelt eine menschliche Grundhaltung, die an der Gesundung von psychisch erkrankten Menschen orientiert ist, fundiertes Fachwissen und Grundlagen für ein interdisziplinäres Handeln. Fachlich qualifizierte und engagierte Referentinnen und Referenten bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit dazu.

Zielgruppe
Fachkräfte, mit abgeschlossener Grundausbildung im sozialen, sozialpädagogischen oder pflegerischen Bereich (Sozialbetreuer/innen, BetreuerInnen für Menschen mit Behinderung, AltenpflegerInnen, WerkerzieherInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen...). Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 begrenzt.
Sollten sich mehr als 20 Personen zur Zusatzqualifikation anmelden, gelten folgende Vorzugskriterien: Arbeit mit psychisch kranken Menschen, höheres Dienstalter, chronologische Reihenfolge der Anmeldungen.

Struktur und Verlauf
Die Zusatzausbildung dauert ca. ein Jahr und wird in berufsbegleitender Form durchgeführt. Sie umfasst insgesamt 272 Stunden Theorie, 114 Stunden Praktikum und eine zweitägige Exkursion. Der Unterricht erfolgt in Form von Blockseminaren, die in periodischen Abständen von drei bis fünf Wochen stattfinden. Zum Abschluss erhalten die erfolgreichen TeilnehmerInnen ein Zertifikat.

Inhalte
Menschenbild und ethische Grundorientierung, Leitlinien im Umgang mit psychisch kranken Menschen, Kommunikation und Gesprächsführung, Begleitung und Unterstützung im lebenspraktischen Bereich, Umgang mit Krisen, Teamarbeit, psychiatrische Krankheitslehre und Behandlungsmöglichkeiten, Ziele und Aufgaben von Einrichtungen, rechtliche Grundlagen, Rehabilitationsmodelle, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Hilfeplanung, Betroffenenperspektive, Angehörigenarbeit.

ECM-Punkte
Um ECM Punkte für KrenkenpflegerInnen und ErzieherInnen wird angesucht.