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Weiterbildungslehrgang für Köch/innen in sozialen Einrichtungen

Die Aufgaben und Anforderungen an Köche und Köchinnen sozialer Einrichtungen haben in den letzten Jahren zugenommen. Sie sind künftig vermehrt in fachspezifischen, sozialen, psychologischen und ökonomischen Belangen gefordert.

Die Lebensqualität der Klienten in sozialen Einrichtungen hängt im starken Ausmaß von den Leistungen der Küche ab. Die Zufriedenheit der Klienten mit den Verpflegungsleistungen ist daher ein entscheidender Schritt in Richtung Kundenorientierung.

In vielen sozialen Einrichtungen hat der Koch/ die Köchin zudem Führungsfunktionen. Die Aufgabe einer Leitungskraft besteht nun darin, die Ziele des Betriebes mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen effizient und effektiv umzusetzen. Diese Aufgabe verlangt neben Fachkompetenz, vor allem Kreativität, Einfühlungsvermögen, Toleranz, Planungsfähigkeit, Entscheidungsbereitschaft sowie Befähigung zu einer dynamischen Sichtweise. Die Zusammenarbeit in und mit Teams, das persönliche Engagement, der Umgang mit Zeit, das Setzen von Prioritäten, die Haltung und die Akzeptanz sind Schlüsselfaktoren für den Erfolg sozialer Einrichtungen. 

Träger und Zielgruppe
Der Lehrgang steht für Personen, die als Köch/innen in sozialen Einrichtungen/Diensten angestellt sind und eine einschlägige Erfahrung in Küchen von sozialen Einrichtungen/Diensten von mindestens 2 Jahren nachweisen können, in Südtirol offen.

Im Dienst stehende Bewerber/innen mit Grundausbildung im Kochen, haben Vorrang bei der Aufnahme. Voraussetzung ist, dass sie sich zur vollständigen Teilnahme an allen Veranstaltungen verpflichten und den Aufnahmekriterien für den Lehrgang entsprechen.

Alle Bewerber/innen für den Lehrgang werden zu einem Informationstreffen eingeladen, bei welchem die Rahmenbedingungen besprochen und auf ihre Einhaltbarkeit überprüft werden. Die Lehrgangsleitung kann für die Aufnahme in den Lehrgang zusätzlich ein Aufnahmegespräch mit dem/der Bewerber/in vorsehen.

Folgende Zugangsvoraussetzungen werden für die Aufnahme in den Lehrgang vorrangig bewertet:
Führungsauftrag, Ausbildung, Berufserfahrung im Sozialbereich, evtl. Auswahlverfahren in Form eines Aufnahmegesprächs.
Die Zahl der Teilnehmer/innen ist auf 20 begrenzt (Mindestzahl 14)

Struktur und Verlauf der Ausbildung
Der Lehrgang wird in Zusammenarbeit mit der Hotelfachschule "Kaiserhof" durchgeführt und ist berufsbegleitend in Blöcken organisiert. Er erstreckt sich über ca. 10 Monate und umfasst 8 jeweils dreitägige Seminarblöcke.

Zwischen den Kursblöcken sind von den Teilnehmer/innen angeleitete Arbeitsaufträge zu erfüllen, die eine Vertiefung und Erprobung der Lehrinhalte ermöglichen sollen. Die Teilnehmer/innen besprechen die durch die Praxisaufgabe erworbenen Erfahrungen in den darauf folgenden Kursblöcken mit den Kolleg/innen und den Referent/innen.

Am Ende des Lehrganges werden die durch die Arbeitsaufträge erworbenen Erkenntnisse in Form einer Abschlussarbeit zusammengefasst.
Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer/innen eine Teilnahmebestätigung

Ziele
Ausgehend von den Anforderungen an Köche und Köchinnen in sozialen Einrichtungen will der Lehrgang bei den Teilnehmer/innen
sozialarbeiterisches Denken und Handeln vermitteln

  • vernetztes Denken fördern; d. h. den Austausch zwischen Kolleg/innen aus anderen Arbeitsbereichen des Hauses entwickeln und sichern, und den Dialog mit den Klienten und Angehörigen unterstützen
  • die Kommunikationskompetenz der Teilnehmer/innen fördern
  • die Wichtigkeit eines klientenorientierten Handelns bewusst machen; d. h. den Zusammenhang zwischen Ernährung, Gesundheit und Lebensqualität erkennen und konkrete Maßnahmen umsetzen
  • ein Kostenbewusstsein schaffen und schließlich
  • die Reflexion der eigenen Arbeit ermöglichen

Inhalte

  • Das Berufsbild des Kochs / der Köchin im sozialen Umfeld
  • Ernährung und Gesundheit
  • Betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse
  • Anleitung und Reflexion