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Ausstellung Marianne Nölke Spitaler
Barbara Tanchis zeigt im Foyer der Schule einen Teil der Ausstellung, die sie für ihre Mutter Marianne Nölke Spitaler 2009 zu deren 98. Geburtstag organisiert hat.
Gezeigt werden Fotos aus den verschiedenen Lebenszyklen von Marianne Nölke Spitaler, Häkel- und Strickarbeiten sowie eine Auswahl ihrer Ölbilder, die sie seit ihrem 95. Lebensjahr gemalt hat.
Marianne Nölke Spitaler, geb. 1911 in Meran schaut auf ein sehr abwechslungsreiches Leben zurück. Sie hat in jungen Jahren eine Ausbildung als Säuglingspflegerin in München absolviert und war ab 1930 in den Mütterberatungsstellen Tscherms, Tisens, Prissian und Deutschnonsberg tätig, wobei sie monatlich 250 bis 300 Kinder in ihren Elternhäusern untersuchte. Mit beachtlichem Erfolg sagte sie der hohen Kindersterblichkeit den Kampf an.
Als sie selbst Mutter wurde, gab sie die Beratungstätigkeit auf und nachdem die Ehe in Brüche gegangen war, gründete sie kurzentschlossen in Oberbozen am Ritten ein Heim für Kinder.
1963 zwangen sie gesundheitliche Probleme, das Heim aufzugeben und sie kehrte nach Meran zurück. Sie fühlte sich seit jeher der modernen Kunst hingezogen, publizierte als Kunstkritikerin z.B. für Walter Baldessarini, Peter Fellin. Nach dem Tod ihrer Innsbrucker Freundin, der Künstlerin Maria Frohnweiler, begann sie mit 95 Jahren selbst zu malen.
Die Auseinandersetzung mit ihrer Biographie sowie ihren Werken lässt den Reichtum ihres Lebens erahnen, den Mut immer wieder neu anzufangen und gibt uns ein positives Beispiel, wie sie bis ins hohe Alter kreativ ist.


