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Aktivierung in Betreuung und Pflege

Eine sinnvolle Aktivierung und Tagesgestaltung orientiert sich an der persönlichen Biografie des betreuten Menschen. Sie hilft Bedürfnisse zu erkennen, unterstützt die noch vorhandenen Fähigkeiten und fördert die Zufriedenheit und Lebensqualität. Im Lehrgang lernen die TeilnehmerInnen die jeweiligen Stärken und Bedürfnisse der betreuten Menschen wahrzunehmen und sich in deren Situation hineinzu - denken, sie erkennen, was Sinn und was Freude macht. Sie erhalten Kenntnisse in den verschiedenen Aktivierungsprogrammen, auf deren Basis sie dann selbständiges planen, vorbereiten, durchführen und evaluieren der Aktivitäten üben. Auch alltägliche Tätigkeiten sind würdevoll zu gestalten, wobei der jeweilige Mensch in den Mittelpunkt gestellt wird. Dies vermag sogar den Kreislauf von Desorientierung, Inaktivität und soziale Isolation zu durchbrechen. Roter Faden der Zusatzausbildung ist neben der bedürfnisorientierten Arbeitsweise (Biographie - Bedürfnisse - Ressourcen) der Aspekt der Teamarbeit, die versucht die Verantwortung für die Tagesgestaltung zu klären und nach und nach auf das gesamte Mitarbeiterteam auszuweiten.

Zielgruppe
Fachfrauen/Fachmänner mit abgeschlossener Ausbildung im sozialpflegerischen oder sozialpädagogischen Bereich (SozialbetreuerInnen, Alten- und FamilienhelferInnen, WerkerzieherInnen, ErzieherInnen und andere), haben Vorrang. Falls noch Plätze frei sind, können auch Personen, die beruflich oder ehrenamtlich im Bereich der Sozialarbeit tätig sind, aufgenommen werden. Das Mindestalter ist auf 20 Jahre festgesetzt. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 beschränkt.

Struktur und Verlauf
Der Lehrgang dauert ca. eineinhalb Jahre und wird in berufsbegleitender Form durchgeführt. Er umfasst insgesamt ca. 210 Unterrichtsstunden (ca. 10 Blockseminare in periodischen fünf bis sieben Wochen Abständen) und ein Praktikum, im Laufe dessen eine Projektarbeit im eigenen Arbeitsbereich selbständig geplant, durchgeführt, ausgewertet und Dokumentiert wird. Zum Abschluss erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat.

Inhalte

  • Stellenwert der tagesstrukturierenden Angebote und Zuständigkeit
  • Interdisziplinäre Teamarbeit und Projektmanagement
  • Biographiearbeit
  • Arbeitsweisen der Animation und Aktivierung (Gedächtnistraining, Musik und Bewegung, werken und gestalten...)
  • Exemplarische Fallsituationen (z.B. Tagesgestaltung für Menschen mit Demenz u.a.)
  • Ideenbörse (Material- und Erfahrungsaustausch mit erfahrenen Fachkräften)
  • Angehörigen- und Freiwilligenarbeit
  • Öffentlichkeitsarbeit