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Methodik und Didaktik
MitarbeiterInnen für die Integration von Kindern und SchülerInnen mit Behinderung arbeiten in einem multiprofessionellen Arbeitsfeld. Im jeweiligen institutionellen Kontext gilt es die Dimensionen der Heterogenität zu erkennen, zu fördern und im beruflichen Kontext die Vision einer inklusiven Gesellschaft zu vertreten. Die Komplexität der Abläufe in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern erfordert die Auseinandersetzung mit den gesetzlichen Grundlagen der Integration, den institutionellen Rahmenbedingungen, den Leitzielen der Bildungsinstitutionen, sowie deren pädagogischer Ausrichtung und organisatorischer Strukturen.
Der Erwerb institutioneller und curricularer Kompetenzen bildet die Voraussetzung, sich in unterschiedlichen Rahmenbedingungen, Arbeitsabläufen und Arbeitsorganisationen zu integrieren und die eigene berufliche Rolle im Team zu finden. Zu den methodisch didaktischen Kernkompetenzen von MitarbeiterInnen für die Integration zählen die Beobachtungs- und Analysefähigkeit, die Fähigkeit zur Beziehungsgestaltung und zur teamorientierten Planung, Durchführung und Evaluation heilerziehungspflegerischer Prozesse und insbesondere die Planung, Ausführung und Evaluation von Förderkonzepten im lebenspraktischen Bereich, sowie im Bereich der persönlichen und sozialen Autonomie.
Im Rahmen der Zusatzqualifikation "Methodik - Didaktik" festigen die TeilnehmerInnen ihre berufsspezifische Handlungskompetenz und lernen Grundzüge der pädagogischen, methodischen und psychologischen Kompetenzen kennen, um im integrativen Kontext mit Lehrpersonen zusammen arbeiten zu können und die Bedürfnisse von Kindern und SchülerInnen mit Behinderung zu erfassen und -den Hinweisen des individuellen Erziehungsplanes entsprechend- kompetent zu bewältigen. Vermittelt werden zudem berufsspezifisches Wissen die Dokumentation integrativer Prozesse betreffend und die professionelle Rolle und Verantwortung bei der Ausarbeitung und Erarbeitung von Förderkonzepten.
Zielgruppe
Bis zum Schuljahr 2009/2010 einschließlich richtet sich die Ausbildung an MitarbeiterInnen für die Integration von Kindern und SchülerInnen mit Behinderung, die die Ausbildung zum/r SozialbetreuerIn erfolgreich abgeschlossen haben oder das Reifezeugnis über eine pädagogische Ausbildung oder gleichwertige Ausbildung im Sozialbereich besitzen. Sie kann auch berufsbegleitend erworben werden.
Ab 2010 richtet sich die Ausbildung an diplomierte SozialbetreuerInnen oder Personen, mit einem Reifezeugnis über eine pädagogische Ausbildung oder gleichwertige Ausbildung im Sozialbereich. Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 begrenzt. Sollten sich mehr als 20 Personen zur Zusatzqualifikation anmelden, gelten folgende Vorzugskriterien: Arbeit als MitarbeiterIn für die Integration von Kindern und SchülerInnen mit Behinderung, höheres Dienstalter, höherer Studientitel, chronologische Reihenfolge der Anmeldungen.
Struktur und Verlauf
Die Zusatzausbildung beginnt im März 2008 und endet im November 2008. Der Unterricht erfolgt weitgehend in der unterrichtsfreien Zeit in Form intensiver Blockseminare und umfasst 232 Theoriestunden. Die im Rahmen der konkreten Arbeitssituation erstellte Facharbeit bildet die Grundlage der Abschlusskolloquien. Zum Abschluss erhalten die erfolgreichen TeilnehmerInnen ein Zertifikat.
Inhalte
Entwicklung beruflicher Identität; handlungsorientierte Grundlagen integrativer-inklusiver Pädagogik; professionelles Handeln im Rahmen gesellschaftlicher und institutioneller Kontexte; Partizipation und Gestaltung von Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsprozessen; Planung, Durchführung, Dokumentation und Evaluation heilerziehungspflegerischer Prozesse.