Berufliche Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen
Wir bieten für unsere Absolventen und Absolventinnen weiterführende berufliche Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen an, welche zusätzliche berufliche Fertigkeiten, fachliches Wissen und Kompetenzen vermitteln.
Die verschiedenen Lehrgänge werden in unterschiedlichen Abständen berufsbegleitend angeboten.
Weitere Informationen erhalten Sie im Weiterbildungsbüro.
Online Anmeldung Zusätzliches Ausbildungsmodul für Tagesmütter/-väter
Zusatzqualifizierungen
Auf der Grundlage gerontologischen, psychologischen und psychiatrischen Fachwissens lassen sich die Bedürfnisse und Wünsche des Menschen mit Demenz besser verstehen. Eine kompetente Einschätzung seiner körperlichen und geistigen Fähigkeiten wird möglich. Die Zusatzqualifikation zeigt Wege auf, wie Menschen mit Demenz durch verständnisvollen Umgang besser begleitet werden können, um Wohlbefinden und Lebensqualität zu erhalten und zu fördern.
Zielgruppen
Personen, die eine Grundausbildung im sozialen, sozial pädagogischen oder pflegerischen Bereich abgeschlossen haben (AltenpflegerInnen, FamilienhelferInnen, SozialbetreuerInnen, KrankenpflegerInnen, PflegehelferInnen usw.).
Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 begrenzt. Sollten sich mehr als 20 Personen zur Zusatzqualifikation anmelden, gelten folgende Vorzugskriterien: Arbeit mit alten Menschen, höheres Dienstalter, chronologische Reihenfolge der Anmeldung.
Struktur und Verlauf
Die Zusatzqualifikation dauert eineinhalb Jahre und wird in berufsbegleitender Form durchgeführt. Er umfasst 15 Unterrichtsblöcke und Intervision. Sie umfasst ca. 340 Stunden Theorie. Der Unterricht erfolgt in Form von Blockseminaren. Ein Praktikum von 40 Stunden wird empfohlen.
Im Verlauf der Zusatzqualifikation führen die TeilnehmerInnen ein Projekt durch, das im Abschlusskolloquium vorgestellt wird. Zum Abschluss erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat.
Inhalte
Aktualisierung und Erweiterung des gerontologischen, geriatrischen und gerontopsychiatrischen Fachwissens mit Schwerpunkt Demenz; Erweiterung der sozialen, betreuerischen und pflegerischen Handlungskompetenz; Verbesserung der kommunikativen Fähigkeiten und Kennenlernen von Arbeitsweisen zur psychischen Entlastung.
Menschen, die psychisch erkrankt sind, sind „bei der Lösung einer altersgemäßen Lebensaufgabe in eine Sackgasse geraten“ (Dörner/Plog). Sie brauchen für eine bestimmte Zeit Begleitung und Unterstützung, damit sie ihr Leben wieder selbstbestimmt gestalten können. Unterschiedliche Maßnahmen sind dafür notwendig, die, wenn sie aufeinander abgestimmt und an der Lebenswelt der Betroffenen orientiert sind, eine anhaltende Verbesserung ihrer Situation bewirken.
Diese Zusatzqualifikation vermittelt eine menschliche Grundhaltung, die an der Gesundung von psychisch erkrankten Menschen orientiert ist, fundiertes Fachwissen und Grundlagen für ein interdisziplinäres Handeln. Fachlich qualifizierte und engagierte Referentinnen und Referenten bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit dazu.
Zielgruppe
Fachkräfte, mit abgeschlossener Grundausbildung im sozialen, sozialpädagogischen oder pflegerischen Bereich (SozialbetreuerInnen, BetreuerInnen für Menschen mit Behinderung, AltenpflegerInnen, WerkerzieherInnen, ErzieherInnen, SozialarbeiterInnen...).
Struktur und Verlauf
Die Zusatzausbildung dauert ca. ein Jahr und wird in berufsbegleitender Form durchgeführt. Die Zusatzqualifikation umfasst ca. 270 Stunden Theorie und 114 Stunden Praktikum und Intervision. Der Unterricht erfolgt in Form von Blockseminaren, die in periodischen Abständen von drei bis fünf Wochen stattfinden. Zum Abschluss erhalten die erfolgreichen TeilnehmerInnen ein Zertifikat.
Inhalte
Menschenbild und ethische Grundorientierung, Leitlinien im Umgang mit psychisch kranken Menschen, Kommunikation und Gesprächsführung, Begleitung und Unterstützung im lebenspraktischen Bereich, Umgang mit Krisen, Teamarbeit, psychiatrische Krankheitslehre und Behandlungsmöglichkeiten, Ziele und Aufgaben von Einrichtungen, rechtliche Grundlagen, Rehabilitationsmodelle, interdisziplinäre Zusammenarbeit und Hilfeplanung, Betroffenenperspektive, Angehörigenarbeit.
ECM-Punkte
Um ECM Punkte für KrankenpflegerInnen und ErzieherInnen wird angesucht.
Eine sinnvolle Aktivierung und Tagesgestaltung orientiert sich an der persönlichen Biografie des betreuten Menschen. Sie dient dem Erkennen von Bedürfnissen, der Unterstützung noch vorhandener Fähigkeiten und der Förderung von Zufriedenheit und Lebensqualität. Im Lehrgang lernen die TeilnehmerInnen, die jeweiligen Stärken und Bedürfnisse der betreuten Menschen wahrzunehmen und sich in deren Situation hineinzuversetzen. Sie denken mit, erkennen, was Sinn macht und Freude bereitet. Sie erhalten Kenntnisse über die verschiedenen Archivierungsprogramme, auf deren Basis sie dann das eigenständige Planen, Vorbereiten, Durchführen und Evaluieren von Aktivitäten üben. Auch alltägliche Aktivitäten sollen menschenwürdig gestaltet werden: Der Mensch steht im Mittelpunkt. So kann der Kreislauf von Desorientierung, Inaktivität und sozialer Isolation durchbrochen werden. Der rote Faden der Zusatzausbildung ist neben der bedürfnisorientierten Arbeitsweise (Biographie - Bedürfnisse - Ressourcen) der Aspekt der Teamarbeit. Dabei wird versucht, die Verantwortung für die Tagesgestaltung zu klären und nach und nach auf das gesamte Mitarbeiterteam auszuweiten.
Zielgruppe
Fachfrauen/Fachmänner mit abgeschlossener Ausbildung im sozialpflegerischen oder sozialpädagogischen Bereich (SozialbetreuerInnen, Alten- und FamilienhelferInnen, PflegehelferInnen), haben Vorrang.
Falls noch Plätze frei sind, können auch Personen, die beruflich oder ehrenamtlich im Bereich der Sozialarbeit tätig sind, aufgenommen werden. Das Mindestalter ist auf 20 Jahre festgesetzt.
Die Zahl der TeilnehmerInnen ist auf 20 beschränkt.
Struktur und Verlauf
Der Lehrgang wird in berufsbegleitender Form durchgeführt, in dessen Verlauf eine Projektarbeit im eigenen Arbeitsbereich selbständig geplant, durchgeführt, ausgewertet und dokumentiert wird.
Er umfasst insgesamt ca. 160 Unterrichtsstunden (ca. 12 Blockseminare, die in regelmäßigen Abständen stattfinden).
Zum Abschluss des Lehrgangs erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat.
Inhalte
Planung von Aktivierungen – Projektmanagement und Öffentlichkeitsarbeit; Fest- und Feiergestaltung,; Kommunikation in Betreuung und Pflege; Biographiearbeit; Aktivierung bei Menschen mit Demenz;Gedächtnistraining; Einfache Gestaltungstechniken mit Farben; Menschen im letzten Lebensabschnitt begleiten;Hauswirtschaftliche Tätigkeiten und Handarbeit; Bewegung mit Musik; Natur und Garten – Gartentherapie; Geschlechterspezifische Aktivierungen; Lebensraum Bett – Angebote für bettlägerige Heimbewohner*innen;Gestalterisches Arbeiten im Jahresrhythmus und Brauchtumspflege; Wohlfühloase Wellness
„Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben."
(Ciceley Saunders)
Menschen, die an einer fortgeschrittenen lebensbedrohenden Krankheit leiden und ohne Aussicht auf Heilung sind, möchten nicht allein gelassen werden. Sie brauchen menschlichen Beistand und pflegerische Zuwendung. Diese Zusatzqualifikation befähigt durch interdisziplinäre Schulung zu einer professionellen psychologischen, pflegerischen und spirituellen Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen, die Leben in Würde bis zuletzt ermöglicht.
Zielgruppe
Fachpersonen mit abgeschlossener Grundausbildung im sozialen, sozialpädagogischen oder pflegerischen Bereich (AltenpflegerInnen und FamilienhelferInnen, SozialbetreuerInnen, KrankenpflegerInnen, PflegehelferInnen, SozialarbeiterInnen,...) haben Vorrang.
Falls noch Plätze frei sind, können auch Personen, die beruflich, freiwillig oder ehrenamtlich mit Schwer- und Todkranken, mit Sterbenden und deren Angehörigen zu tun haben, aufgenommen werden.
Das Mindestalter ist auf 20 Jahre festgesetzt. Die Zahl der Teilnehmer ist auf 20 begrenzt.
Struktur und Verlauf
Der Weiterbildungslehrgang dauert ein Jahr und wird in berufsbegleitender Form durchgeführt. Er umfasst insgesamt 192 Unterrichtsstunden Theorie und eine zweitägige Lehrfahrt. Empfohlen wird zudem ein Praktikum im Ausmaß von 80 Stunden. Der Unterricht erfolgt in Form von 8 dreitägigen Blockseminaren, die in periodischen Abständen stattfinden.
Zum Abschluss der Zusatzqualifikation erhalten die AbsolventInnen ein Zertifikat.
Inhalte
- Sozialpsychologische Aspekte von Krankheit, Sterben, Tod und Trauer
- Kommunikation und Gesprächsführung
- Teamarbeit
- Persönliche Erfahrungen und Methoden der Entlastung und Bewältigung
- Medizinische Aspekte, Palliative Care
- Schmerztherapie und Symptomkontrolle
- Spezielle Pflegetechniken und Methoden
- Ethische, kulturelle und spirituelle Dimensionen der Sterbebegleitung
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Prozess- und Praxisbegleitung
Das Zusatzmodul vermittelt ein vertieftes Wissen und erweiterte Handlungskompetenzen in der geriatrischen und gerontologischen Pflege, die es ermöglichen, in verschiedenen Betreuungs- und Pflegesituationen verstärkt auf die psychischen und physischen Bedürfnisse des alten Menschen einzugehen. Dabei sollen die psychosozialen Beziehungsaspekte und der biografische Hintergrund berücksichtigt werden, um somit eine "ganzheitliche" Begleitung anzubieten.
Zielgruppe
Das Spezialisierungsmodul richtet sich an diplomierte Pflegehelfer*innen, die im Bereich der Altenarbeit in den sozialen und sanitären Diensten tätig sind.
Struktur und Verlauf
Die Fortbildung umfasst insgesamt 200 Stunden. Der Unterricht erfolgt berufsbegleitend in Blockseminaren.
Das Praktikum findet im Ausmaß von 100 Stunden statt.
Die Absolvent*innen erhalten ein Zertifikat.
Inhalte
Die TeilnehmerInnen erhalten ein vertieftes Wissen und erweiterte Handlungskompetenzen in folgenden Themenbereichen:
- Altersspezifische Krankheiten
- Konzepte in der Arbeit mit alten Menschen
- Gerontopsychiatrie – Grundlagen und Umgang mit psychischen Veränderungen bei alten Menschen
- Demenz – Begleitung von Menschen mit dementiellen Erkrankungen
- Suchterkrankungen bei alten Menschen
- Sterbebegleitung
Die Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ bietet ein zusätzliches Ausbildungsmodul für Tagesmütter/-väter an, welches berechtigt in Kindertagesstätten und betrieblichen Kindertagesstätten unter Anleitung einer Bezugsperson tätig zu sein. (gemäß Dekret des Landeshauptmanns Nr. 42/2017)
Zielgruppe
Das Zusatzmodul richtet sich an diplomierte Tagesmütter/-väter, die in Kindertagesstätten oder betrieblichen Kindertagesstätten tätig sind oder tätig sein möchten.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt. Tagesmütter/-väter welche bereits in einer Kindertagesstätte arbeiten haben Vorrang. Kriterien für die Erstellung einer eventuellen Rangordnung sind höheres Dienstalter als Tagesmutter/-vater oder als Tagesmutter/-vater in einer Kindertagesstätte. Weiters wird das Anmeldedatum berücksichtigt.
Struktur und Verlauf
Das berufsbegleitende Ausbildungsmodul umfasst 120 Stunden und ist in Lernmodule strukturiert. Der Unterricht erfolgt wöchentlich an 2 Vormittagen
Lernmodule
Entwicklungspsychologie/Pädagogik/Kommunikation
- Methodik und Didaktik
- Beobachtung und Dokumentation
- Rechtliche Aspekte/Sicherheit und Hygiene
- Chronische Erkrankungen und Beeinträchtigungen
- Notfälle bei Kleinkindern
- Spielpädagogik
Kosten
Der Besuch des Ausbildungsmoduls kostet 140 Euro.
Am 10. Dezember 2009 ist das Dekret des Landeshauptmanns vom 10. September 2009, Nr. 42 „Verordnung über Aufgaben und Ausbildung des Sozialbetreuers oder der Sozialbetreuerin“ in Kraft getreten. Der Art. 6 dieser Verordnung sieht eine ergänzende Nachschulung vor, in denen die nach den vor Inkrafttreten dieser Verordnung geltenden Bestimmungen ausgebildeten Sozialbetreuer bzw. -betreuerinnnen, Behindertenbetreuer bzw. -betreuerinnen und Alten- und Familienhelfer bzw. -helferinnen das Berufsdiplom als Pflegehelfer bzw. Pflegehelferin mit Zusatzausbildung in Gesundheitsversorgung erwerben können.
Die Landesfachschule für Sozialberufe „Hannah Arendt“ bietet Ergänzende Nachschulungen in unterschiedlichen Abständen an.
